Mittwoch, 19. Oktober 2016

Wie Logik das Leben verändern kann

Liebe Leser,

heute möchte ich über ein Thema schreiben, welches mich in den letzten Jahren und Monaten sehr beschäftigt hat. Es geht um den Sinn des Lebens und nicht nur um diesen, sondern um eine Lösung für all die kleinen und großen Probleme, die man im Alltag und im Leben an sich so hat. Es hat mich schon immer fasziniert, wie die Welt aufgebaut ist und ich wollte auch schon immer wissen, wie sie funktioniert. Deswegen hatte ich mich ursprünglich mal dazu entschieden Physik zu studieren, welches ich dann aber aufgegeben habe. Ich habe viel darüber nachgedacht, warum ich es aufgegeben habe und warum ich zu Japanisch gewechselt bin bzw. überhaupt angefangen habe, Japanisch zu lernen. Dies alles ist mir nun bewusst geworden und ich habe Antworten gefunden, nachdem ich absolut ehrlich zu mir selbst war und herausgefunden habe, was mich wirklich antrieb.



Dem ein oder anderen wird "Athene" vielleicht ein Begriff sein. Athene ist eine Person, die sich selbst als professionellen Gamer bezeichnet und eine unglaubliche Liste von Errungenschaften in verschiedenen Spielen aufweisen kann. Das was ihn aber ausmacht sind seine intellektuellen Videos und Livestreams. Er hat mich auf die Idee gebracht mich mehr mit mir selbst zu beschäftigen und es letzten Endes auch geschafft, dass ich mich nun anders fühle und das Gefühl habe eine sehr wichtige Wahrheit entdeckt zu haben. Ich kann euch wirklich nur empfehlen mal in der Bibliothek seiner Livestreams vorbeizuschauen. Es könnte euer Leben zum besseren Verändern.

Der Grundgedanke liegt darin, dass man einen Wert hat, der einen aus dem tiefsten Inneren eines selbst antreibt. Es gibt Leute, die an Gott glauben und alle ihre Handlungen nach ihm ausrichten. Sie fangen dann an andere Leute zu missionieren und können wirklich unglaubliche ehrgeizig sein. Sie lernen Sprachen schneller, um missionieren zu können und es gibt einfach keine Handlung, die sie nicht mit Gott in Verbindung bringen. Das Problem dabei ist nur, dass sie oft vollkommen an der Realität vorbeileben. Die Kirche und Gott leben sozusagen in einer Art Blase abgeschirmt von der Außenwelt.

Was nach Fanatismus und blindem Glaube klingen mag, passiert jedem von uns tagtäglich. Wir alle glauben an etwas nach dem wir all unsere Handlungen ausrichten. Es ist nur nicht immer so schnell zu erkennen, ist aber oft das Problem, wenn es uns nicht gut geht und der Grund dafür, weshalb wir elend viele Stunden vor Spielen und allgemein in virtuellen Welten verbringen. Um das ganze zu veranschaulichen, möchte ich euch von meinen Erfahrungen schildern.

Ich war seit der Grundschule an ein guter Schüler und habe von Jahr zu Jahr immer bessere Noten in allen Fächern erreichen können, sodass ich am Ende bei einem Schnitt von 1,3 und im Abi von 1,4 war. Mir ist jetzt klar, dass es mir wichtiger als alles andere war Leute zu beeindrucken und von ihnen die intellektuelle Anerkennung für meine Leistungen zu bekommen. Deswegen habe ich immer mit Lehrern diskutiert. Ich wollte besser als sie sein, ich wollte, dass sie mich respektieren. Diesem Druck immer der beste zu sein, konnte ich aber nicht ewig standhalten. Es hat mich immer schon sehr bedrückt und wenn ich mal darüber sprechen wollte, kam von der Familie nur: "Stell dich nicht so an". Kurz vor dem Abitur wurde der Druck und die Angst nicht bestehen zu können dann unglaublich groß und ich habe eine noch nie vorher dagewesene Dissonanz in meinem Kopf gespürt.

Zu dieser Zeit habe ich mich in Animes geflüchtet und unter anderem den Anime "Sword Art Online" gesehen. In diesem Anime spielt die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten eine sehr große Rolle und ich habe das was mir bisher am Wichtigsten war (intellektuell bewertet zu werden, geschätzt zu werden) gegen etwas anderes ausgetaucht und zwar die Sehnsucht nach einer romantischen Liebe. Mir war es nun am wichtigsten mit Leuten in Kontakt zu kommen und dann auch eine Freundin zu finden. Dies konnte mir das Physikstudium aber nicht geben bzw. ist die Chance dort sehr kommunikativ zu werden und gut unter Leute zu kommen sehr gering. Deshalb entschied ich mich Japanisch zu lernen, da man bei einer Sprache mit Leuten reden muss und mich zudem die Japaner auch sehr ansprachen.

Ich habe also alles auf dieses Ziel ausgerichtet unter Leute zu kommen und eine Freundin zu finden. Das erste, was ich dafür brauchte, war natürlich die Sprache, da ich ohne diese nicht mit Japanern und Japanerinnen in Kontakt kommen konnte. Also lernte ich jeden Tag wie ein Verrückter Japanisch, um reden zu können. Der Drang Japanisch zu lernen viel dann immer mehr ab, je besser ich wurde und je mehr Kontakte ich aufbauen konnte. Schließlich wollte ich dann auch nach Japan, um meinem Ziel nachzugehen und mich zudem aus meiner Komfortzone zu bringen.

Dieses Ziel motivierte mich unglaublich und wurde dann auch erreicht als ich meine Freundin kennengelernt habe, die ich wirklich über alles liebe. Das Problem war aber, dass ich gemerkt habe, dass ich auch mit ihr zusammen nicht zu 100% glücklich bin, weil es immer noch etwas in mir gab, was sich komisch angefühlt hat. Mein Leitfaden ist weggefallen, aber ich habe schnell einen neuen gefunden und zwar eine Art von Komfort. Ich wollte mir alles einfach machen und irgendwie durchkommen. Zu dieser Zeit habe ich nicht mehr wirklich viel gelernt und mich ein wenig ausgeruht, aber auch dieser Wert, der mich antreiben sollte, hatte seine Grenzen, da mir bewusst geworden ist, dass ich nach der Uni einen Job brauche und sich dies unter Umständen nicht so einfach gestalten lässt. Mein Komfort war bedroht und ich fing an immer mehr Dissonanz in meinem Kopf zu spüren.

Vor zwei Tagen habe ich dann einen Livestream von Athene gesehen, in dem er darüber gesprochen hat, wie man sich darüber bewusst wird, was einen wirklich antreibt und wie man diesen Wert, der hinter allen Handlungen steht ändern kann. Er hat aber nicht nur erklärt, wie man ihn ändern kann, sondern auch gleich, welchen Wert man an die Stelle des alten setzten solle. Diesen Wert nennt er "Logik" oder "making sense". Dieser Wert zeichnet sich dadurch aus, dass man Sinn ergeben möchte im Leben. Die Frage danach, was denn überhaupt Sinn macht im Leben wird durch Evolutionsbiologie und Wissenschaft an sich geklärt.

Ich habe mich also hingesetzte und über all meine Handlungen nachgedacht und bin zu dem gekommen, was ich euch weiter oben erzählt habe. Ich habe eingesehen, dass jeder andere Wert, außer Logik, einfach keinen Sinn ergibt und immer wieder zu Problemen führt. Warum andere Werte immer wieder zu Problemen führen ist eigentlich auch ganz klar, da sie nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Die Wirklichkeit verändert sich jede Sekunde und ein Wert wie Komfort ist einfach unsicher, da die Wirklichkeit einen aus dem Komfort rausschmeißen kann. Wenn man sich aber vollkommen auf die Logik stützt bzw. ihr vertraut und darauf vertraut, dass alles in der Welt einen Sinn ergibt, dann hat man auch keine Probleme mehr.

Man sieht die Wirklichkeit so wie sie ist und versucht sie zu verstehen und Lösungen zu finden. Seitdem ich das erkannt habe, ist mein Wissensdurst bis ins Unendliche gestiegen. Ich will alles verstehen und möchte mich bilden. Ich möchte verstehen wie mein Körper funktioniert, ich schaue, was ich am besten machen kann, um ein wenig Geld zu verdienen um über die Runden zu kommen und wie ich diese wunderbare Erkenntnis mit anderen Menschen teilen kann.

Früher habe ich mich immer dagegen gesträubt an etwas zu glauben, da ich es für gefährlich hielt, aber ich wusste gar nicht, dass ich bereits an etwas glaube (Meinen Wert z.B. die intellektuelle Wertschätzung von anderen). All diese Glaubenskonzepte stimmen aber nicht mit der Wirklichkeit überein. Glaubt man jedoch daran, dass in allem Logik steckt und das alles einen Sinn ergibt, so lebt man immer mit der Realität, geht auf ihre Veränderungen ein, stützt sich auf die neusten Erkenntnisse der Wissenschaft und versucht einfach das zu tun, was am meisten Sinn ergibt. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob man etwas machen möchte oder nicht. Wenn es Sinn ergibt, dann macht man es einfach und wenn es keinen Sinn ergibt, dann macht man es eben nicht.

Das alles hört sich vielleicht ein wenig mechanisch an, aber das ist es ganz und gar nicht. Das alles ist voller Liebe und die Zwischenmenschlichen Beziehungen werden schlagartig besser. Man sieht die Menschen mehr so wie sie sind und hat nicht mehr den Drang seine eigene Meinung zu verteidigen und in einer Diskussion gewinnen zu müssen.

Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, das durch den ganzen Körper geht und mich einfach nur glücklich macht. Es macht einen zudem selbstbewusster und man hat das Gefühl all das was man möchte erreichen zu können, wenn es denn nur Sinn macht. Ich hätte es selbst nie gedacht, aber dieses Konzept verändert die ganze Art und Weise zu denken auf einen Schlag. Es ist Erleuchtung, Liebe und Lebenssinn in einem und jeder kann es ganz einfach erreichen. Man muss sich nur darüber bewusst werden, was einem am Wichtigsten ist und diesen Wert durch Logik ersetzen. Das Leben ändert sich auf einen Schlag, aber dieses Gefühl mit der Realität, sich selbst und allen anderen Menschen in Einklang zu leben ist einfach unbeschreiblich.

Kommentare:

  1. Gut, dass du diese Erkenntnisse gezogen hast. Also hast du den "Klick" gemacht? Und denkst du nun evtl. darüber nach mit Athene zu arbeiten?

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    1. Wenn alle diese Erkenntnisse machen würden, gäbe es möglicherweise keine Unklarheiten, Kriege mehr. Es könnte aber auch sein das alles untergehen würde.


      Nun zu ScoreCrow ->

      Ich glaube mal das es nicht so einfach ist mal eben mit Athene zu arbeiten, wobei TT(Hohenheim) im Auswahlverfahren, welches durchgeführt wird wenn die Gruppe von Athene neue Mitglieder/Helfer sucht, gute Chancen hätte. Aber Will TT das denn? Ich mein wenn Er sein Wissen ständig erweitern will schafft er es nicht die Aufgaben/Ziele von Athene weiter zu bringen, denn Athene und seine Gruppe verzichten auf hohe Lebens-standarts und stecken so ziemlich ihre gesamte Zeit darin, Spenden an Bedürftige zu sammeln/ zu erarbeiten.

      Falls ich da jetzt was falsch verstanden habe tut es mir leid.
      (Ich glaube ich habe die Erkenntnis die Du(TT) gemacht hast noch nicht erkannt.. zumindenst sieht mein Leben momentan noch so aus das ich unbewusst(oder auch bewusst) anstrebe der Beste zu sein ... was ich allerdings nicht immer schaffe und es dadurch noch stärker versuche, das Problem welches ich habe ist, dass ich noch keine einheitliche Methode gefunden habe zu lernen, wenn man nicht effektiv lernt und wenig Erfolge (des Lernens) vorweisen kann macht Lernen keinen Spaß
      - Ich kann zwar nicht besonders gut Lernen denke aber das ich meistens Logisch vorgehe und versuche Realistisch zu bleiben (Geschichten auszudenken fällt mir auch schwer) aber anstatt die Meinung anderer zu akzeptieren, Streite ich mich mit diesen solange ihre Meinung nicht meiner (für mich logischen) Meinung entspricht (natürlich mach ich wie jeder andere auch Fehler und lasse mich bei einsicht von anderen Meinungen überzeugen.

      (Ich entschuldige mich falls der Beitrag zu lang war und/oder ich zuviel über mich selbst geschrieben habe

      Mit freundlichen Grüßen
      CyberHnchn (16)

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